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07:03 Uhr | Donnerstag, 12. Dezember 2002
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Ausland Pockenimpfung gegen Biowaffen-Terror US-Präsident George W. Bush hat eine freiwillige Pockenschutzimpfung für die US-Bevölkerung angekündigt. Damit soll einem möglichen Angriff mit biologischen Waffen vorgebeugt werden, sagte Bush dem US-Sender ABC. Mit der Impfung der Bevölkerung soll 2004 begonnen werden. Dies stelle den Abschluss einer ganzen Impfkampagne dar, in deren Rahmen zunächst Militär- und Polizeiangehörige sowie Mitarbeiter ziviler Rettungskräfte gegen das Pockenvirus geschützt werden sollen, berichteten US-Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Gesundheitsexperten kritisierten die Pläne. Nach ihrer Ansicht stellen die Nebenwirkung einer Pockenimpfung ein grösseres Risiko als ein möglicher Terroranschlag dar. So würden durchschnittlich bei 1000 von einer Million Geimpften gesundheitliche Probleme auftreten, 15 behielten bleibende Schäden und ein bis zwei Personen würden an den Folgen der Impfung sterben, berichteten Mediziner. «Ich denke, die Impfung der Bevölkerung sollte freiwillig sein», sagte Bush in dem Fernsehinterview. Dabei sei es wichtig, die Leute genau zu informieren, damit sie eine kluge Entscheidung treffen könnten. Die Pocken wurden 1980 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als ausgerottet erklärt. Die USA hatten ihr Pocken-Impfprogramm bereits vor acht Jahren eingestellt.
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