Es mag sein, dass es Länder gibt, die noch auf die Organisation der UNO hoffen, damit in ihrem Land Frieden einkehre. Vielleicht ist diese Hoffnung damit begründet, dass das Anliegen der Gründer dieser UNO in den 50iger Jahren, war, es sollte nie wieder zu schrecklichen Kriegen und damit verbundenem unermesslichen Leid kommen. So steht es in der Präambel der UNO-Charta.
Viel Zeit ist seither vergangen. Viele Kriege hat es seither gegeben, auch wenn sie uns nicht so unmittelbar betroffen haben, denn das Leid hat sich weit weg von uns zugetragen. Viele Menschenrechtsverletzungen gab es auch seit der Gründung der UNO.
Manchmal hat die UNO interveniert und wenig ausgerichtet, manchmal hat sie die leidende Bevölkerung im Stich gelassen, manchmal hat die Völkergemeinschaft weggeschaut und geschwiegen, wie z.B. bei Tibet und Tschetschenien. Der Grund ist die direkte Involvierung in den Konflikt von ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates mit Vetorecht.
Es gibt aber Länder und es gibt vor allem Völker, deren ganze Hoffnung auf die Schweiz gerichtet ist, weil sie dank ihrer immerwährenden Neutralität und Souveränität die Möglichkeit eines wirklich unabhängigen Verhandlungspartners bieten. Dazu kommt, dass das Rote Kreuz mit Sitz in der Schweiz der Bevölkerung Landes humanitäre Hilfe zukommen lässt.
Auf wen sollten sich die Völker stützen, wenn in Zukunft die UNO wie geplant robuste`` Einsätze (sprich Kriege) führt und Partei ergreift für die eine oder andere Seite? Wer soll dann die andere Seite vertreten und mit ihnen verhandeln?
Es geht nicht darum, dass die Schweiz abseits steht oder nicht. Es geht um die Frage, wie wir als kleines unabhängiges Land unseren Beitrag am Frieden in der Welt leisten können und wollen. Anpassung an Grossmächte, so lehrt uns die Geschichte, war nie unsere Sache. Wir können den eigenen schweizerischen Weg weiter gehen. Deshalb plädiere ich am 3.März für ein entschlossenes Nein zum UNO-Beitritt unseres Landes!
Mit freundlichen Grüssen
Rita Brügger