Stoppt die Armee XXI!
Am 3. Adventssonntag, beim Patriotendenkmal in der Oetiker Haab in
Stäfa, lud uns ein Mann in Begleitung seiner Frau ein, die
Referenden gegen die Armee XXI und für einen wirksamen Zivilschutz
zu unterschreiben. Der Zeitpunkt, der symbolträchtige Standort
dieser Begegnung wie auch mein Respekt vor dem nicht alltäglichen,
gemeinsamen Werbeeinsatz gaben den Anstoss zu diesem Beitrag. Wenn die
Militärverwaltung den Truppenkommandanten bezüglich Kritik an
der Armee XXI Maulkörbe verordnet und angesichts der
Tatsache, dass der Präsident der Schweizerischen
Offiziersgesellschaft der ASZM ("Allgemeine Schweizerische
Militär-Zeitschrift"), dem Fachorgan der Offiziere, die Verteilung
der Referendumsbögen gegen die Armee XXI vollumfänglich
verbietet, muss Alarm ausgelöst werden.
Die Nato-lastigen Planer der Armee XXI ignorieren den
Verfassungsauftrag. Die erhebliche Reduktion der Truppenbestände
und die personelle Ausdünnung des Zivilschutzes
verunmöglichen eine ernsthafte Verteidigung unseres Territoriums
und einen wirkungsvollen Schutz der Zivilbevölkerung.
Mit der Armee XXI "ver"-führen uns Bundesrat und die Classe
politique im Parlament zur globalen Machtpolitik der von den USA
dominierten UNO-Weltorganisation. Unsere Milizarmee werden
Nato-Tauglichkeit, Multioperabilität sowie friedenserhaltende
Auslandseinsätze verpasst. Im Konzept der Armee XXI haben die
Fehlplaner Bedrohungslagen hoch aktueller Gefahrenszenarien
ungebührend berücksichtigt, nicht erkannt und ausser Acht
gelassen.
Die Armee XXI birgt auch einen weiteren Frontalangriff auf die direkte
Demokratie. Alle Belange des künftigen Wehrwesens über
Truppenbestände, Einsatzdoktrin, Ausbildung und Bewaffnung usw.
würden wohl nur noch durch Verordnungsentscheide des Bundesrates
und der Parlamente bestimmt - ein weiterer Schritt zur Entmachtung des
Souveräns.
Ich wünschte uns gerne eine breitgestreute, einflussreiche und
autonome Medienpräsenz, die in die entlegenste Siedlung den
Warnruf trägt: "Den Noch-Voll-Demokraten, unserer bewährten,
bewaffneten Unabhängigkeit und Neutralität, der einzigartigen
direkten Demokratie lauern Gefahren und schicksalhafte Entscheidungen.
Bewahrt eure volkverbundene Milizarmee. Ergreift die Referenden gegen
einen laghmgelegten Zivilschutz, und stoppt die Armee XXI. Handelt!"
Fritz Zimmermann, Stäfa