Die wundersame Verwandlung eines Zeitungsartikels über eine Veranstaltung zur UNO-Abstimmung

An einer Podiumsveranstaltung von Solothurner Bürgerkomitees zur UNO-Abstimmung konnte ich in den Vorträgen Fakten über die neue UNO erfahren, die man in den grossen Zeitungen leider nicht zu lesen bekommt. Der "Brahimi-Bericht" (UNO als Kriegsmacht) kam zur Sprache, der Plan der "Global governance" (Weltsteuerung) mit Hilfe der UNO, der "Global Compact" der UNO mit internationalen Grosskonzernen. Es wurde klar, dass die UNO sich im totalen Umbau befindet, und dies nicht zum Wohl der souveränen Mitgliedländer!

Der Bericht über die Veranstaltung, der am 16.2.02 im Oltener Tagblatt erschienen ist, freute mich, denn die Fakten wurden den Lesern wiedergegeben. Wie erstaunt war ich aber, als ich in der Solothurner Zeitung vom 19.2. den gleichen Artikel sah, in dem aber die ganze Berichterstattung über die bedenklichen Neuerungen in der UNO herausgestrichen worden sind! Zudem wurde mit der Abänderung eines Zwischentitels ein Thema als zentral suggeriert, das nur nebenbei erwähnt worden ist. Der ursprüngliche Zwischentitel lautete: "Brahimi-Report erläutert" und dieser ganze Abschnitt wurde zu "Abfallwirtschaft auch Thema" verzerrt.

Hier liegt also offen auf dem Tisch, dass die Solothurner Zeitung Desinformation betreibt! An diesem Beispiel können wir die geradezu professionelle Durchführung nachvollziehen - es ist ein Lehrbeispiel für Medienpropaganda: die Wahrheit, bzw. Tatsachen werden weggelassen oder verzerrt, und der Leser erfährt die wichtigen Fakten für seine Meinungsbildung nicht.

Die Solothurner Zeitung muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie vom Bundesrat finanziell abhängig ist!

Mein Leserbrief zur UNO-Veranstaltung ist in der Solothurner Zeitung bis heute nicht erschienen, darum habe ich ihn ins Netz gestellt:

Leserbrief zum Artikel in der Solothurner Zeitung: "Drei Gegner - ein Befürworter", vom 19.2.02

An einer Podiums-Veranstaltung von Solothurner Bürgerkomitees zur UNO-Abstimmung konnte ich Tatsachen über die zukünftige UNO hören, die mich aufhorchen liessen: Die UNO wird völlig umstrukturiert und anhand der Pläne der Kommission für "Global Governance" zu einem Weltsteuerungsinstrument für die Grossmächte (heute die einzige Weltmacht USA) umgebaut (www.cgg.ch). Die UNO hat zudem einen Pakt mit globalisierenden Grossunternehmen geschlossen - den "Global Compact" - die unter der Bedingung, dass sie von der UNO nicht mehr kritisiert werden, der UNO kräftig Kapital zuschiessen. Die UNO soll für das internationale Grosskapital und die "einzige Weltmacht" den Zugriff auf die Rohstoffreserven der Welt (Oel, Erdgas, Wasser ...) absichern. Dazu setzte sie eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Afghanistan-Beauftragten, Lakhdar Brahimi, ein, die den "Brahimi-Bericht" ausarbeitete, wonach die UNO nun eine eigene Armee für "robuste" Kriegseinsätze aufbaut, so dass sie 5 Kriege auf der Welt gleichzeitig führen und gewinnen kann. In Afghanistan werden diese Vorhaben bereits umgesetzt und erprobt: nachdem die USA das Land mit Bomben übersät hat, führt die UNO dort das "Nation-Building" aus. Sie hat dem afghanischen Volk eine "Vasallen"-Regierung der USA aufoktroiert, die deren geopolitischen Interessen in der Region wahrnimmt. Der afghanische Präsident Karzai war ein CIA-Mitarbeiter und hat den amerikanischen Erdölkonzern Unocal in der Frage des Baus von Erdöl- und Erdgaspipelines u.a. durch Afghanistan beraten.

Die genannten Originaldokumente zur neuen UNO kann man über die UNO-Internetseite herunterladen. Ich werde sie gründlich studieren und vorerst ein besonnenes "Nein" zum UNO-Beitritt in die Urne legen.

Quellen für die Redaktion:

Der "Brahimi-Report"
www.sef-bonn.org/publ/einewelt/cgg.html (Bericht der Commission on Global Governance auf deutsch: "Nachbarn in einer Welt". Der Bericht der Kommission für Weltordnungspolitik, 1995)
www.unglobalcompact.org (Global Compact)

Roger Müller, Lostorf