Die die das tun werden's schon wissen,
es sind doch die Politiker,mach dir nicht immer ein Gewissen,
sei kein konstanter Kritiker!Überlass es den Militärstrategen,
die führen doch das ganze ein,
weshalb bist du denn nur dagegen,
was wird denn da schon Schlimmes sein?Wer geht der geht zum Frieden stiften
und erst nur der, der es selbst will.Man wird sie doch nicht gleich vergiften,
Soldat sein heisst ein bisschen Drill,ein bisschen Fun und Abenteuer,
der Schweizer darf nicht abseits stehn.Du sagst dir sei das ungeheuer,
ach komm, ich würd' schon morgen gehn.Bei uns gibt es doch niemals Krieg,
das ist doch längst Vergangenheit.Heut geht es auch nicht um den Sieg,
bring uns nicht in Verlegenheit.Um was es geht, hör ich dich fragen,
so etwas sagt man doch nicht laut.
Wir müssen endlich etwas wagen,
sonst ist es uns dann ganz verbaut.Komm schon, hörst du denn nicht die Geigen?
Die Nato gibt hier ihr Konzert.Europa tanzt den bunten Reigen.
Man tanzt flott mit, s' ist uns was wert.
Wir treten auf, forsch und entschlossen,
dabei sein, so heisst es nun ganz.Halt! Nein! - Weshalb wird denn geschossen?
Aha, dies ist ein Totentanz!
(Papperlapapp)
Dialog zwischen Sohn und Mutter
Ach Mutter brauchst nicht Angst zu haben,
es wird nicht so gefährlich sein,
heut stirbt man nicht im Schützengraben
und bald schon komm ich wieder heim.Wir haben uns Gutes vorgenommen,
was kann denn Schlimmes schon geschehn,
wenn wir dort als Soldaten kommen?
Hast du das Elend nicht gesehn?Gerade du, mein lieber Sohn,
du sollst das sehr bedenken:
Sieh das Gewehr das ist ein Hohn,
mit dem kannst du nicht Frieden schenken.
Hör zu mein Sohn du bist noch jung,
hast vieles deshalb nicht erfahren.
Dein Dienst das sei Verteidigung,
wenn unsrer Schweiz drohen Gefahren.Du suchst vielleicht das Abenteuer,
mit Frieden hat das nichts zu tun.
Denkst du dem Krieg sei's ungeheuer
dann lässt er seine Waffen ruhn?Nein sieh du kommst in Uniform
und bist damit auch schon Partei.Dein Friedenswille sei enorm,
der Nato ist das einerlei.Denn sie führt Krieg seit neuster Zeit
und auch der Schweizer steckt dann drin.Ich mahn dich zur Besonnenheit,
denn so ein Krieg rafft Menschen hin.Auch wenn ihr nicht Blauhelme seid,
sondern nun trägt die gelben Mützen.
Auch ihr steht unter Fahneneid
und dieses Gelb wird wenig schützen.Bleib lieber hier in unserm Lande,
setz für den Frieden dich stets ein.
Soldat im Ausland bringt nur Schande,
denn jeder Krieg heisst Schuld und Pein.
Hilf wenn es geht beim Roten Kreuz,da geh nur hin, mein lieber Sohn.
Denn dieses gute Werk der Schweiz,hat längst humane Tradition.
Mütter für den Frieden. R. B.
Marschbefehl (an die Urne)
Wir schreiten hin, wir schreiten her, es heisst wieder marschieren.
Und wer noch etwas kritisiert, dem sagt man: musst parieren.
Nein nicht so laut, lieber versteckt, das Volk soll nicht gleich denken,
denn fängt damit ein jeder an, lässt es sich nicht mehr lenken.Geht doch ihr Männer, meldet euch, freiwillig, s' gibt viel Lohn.
Ihr Frauen schickt sie freudig hin, den Gatten und den Sohn.
Sie schreiten hin, sie schreiten her, die Schweiz muss etwas wagen
und tut sie's nicht dann spürt ihr selbst, dann geht's ihr an den Kragen.Weit weg von hier sei unser Feld, dies Feld das bring uns Ehren,
wenn Nato-Schweizer die dort stehn, sich für den Frieden wehren.
Doch sieh recht hin und denk stets nach, dort wo Soldaten streiten,
wird binnen kurzem niemand mehr so fröhlich vorwärts schreiten!(Papperlapapp)