Iraks Kinder sind auch unsere Kinder!

Wir wollen Frieden


Frauen stimmen gegen die Armee XXI und den unsolidarischen Zivilschutz


Wenn Regierende dieser Welt für Grossmachtinteressen der Kriegslust verfallen, müssen wir Frauen die Stimme erheben und uns im Namen aller Kinder dieser Welt wehren. Die USA planen Krieg für die nächsten 20 bis 30 Jahre. Unter dem Deckmantel, dem irakischem Volk die Freiheit geben zu wollen, plant Amerika, die Erdölreserven der Welt zu beherrschen, um die Welt in Abhängigkeit zu bekommen und kontrollieren zu können.

Dieser Angriffskrieg, den die Nato-Staaten USA, England, Italien und Spanien führen wollen, trifft ein Volk, das von jahrelangen Sanktionen ausgehungert ist. Der Krieg bringt weiteres Leid und Zerstörung. Experten warnen vor einer akuten Gefährdung von 13 Millionen irakischen Kindern. Die meisten davon sind schon jetzt von der Nahrungsmittelverteilung durch die irakische Regierung abhängig. Ein Krieg, der zwangsläufig die staatliche Versorgung zum Erliegen bringen würde, hätte verheerende Folgen für den Gesundheitszustand der Kinder. Viele befinden sich in einem Dauerzustand der Angst vor dem Krieg.

Schutz für unsere Söhne und Töchter

Nicht nur die Mütter und Frauen im Irak, auch diejenigen in Afghanistan, Palästina, Mazedonien, Tschetschenien, im Kosovo, Kongo und anderswo hoffen auf die Unterstützung und Solidarität von uns Schweizer Frauen. Wenden wir uns gegen diesen Krieg, auch wenn er mit einem erpressten oder erkauften Uno-Mandat geführt werden sollte.

Konflikte können mit Töten nicht gelöst werden. Krieg, die Geisel der Menschheit, hat noch nie Probleme im Völkerleben gelöst, sondern nur neues Unglück gesät. Dagegen muss man Stellung beziehen. Frieden schaffen kann man nur am Verhandlungstisch, nie mit Waffen. Für solche Verhandlungen und für humanitäre Konferenzen konnte unser neutrales Land immer einen Beitrag leisten, wie neulich die Irak-Konferenz von Bundesrätin Calmy-Rey in Genf. Wir können stolz sein auf die Courage, mit der die Aussenpolitik unseres nichtaggressiven Landes vertreten wurde.

Die Zeichen stehen an der Wand, man muss sie nur lesen

Leider wollen Amerika-freundliche Parteien von dieser Haltung weg. Sie wollen die Schweizer Armee, welche bisher nur zur Selbstverteidigung fähig war, auf die Nato und damit auf die USA ausrichten. Und dies in der heutigen Weltlage! Das Projekt heisst "Armee XXI" und soll mit dem

neuen Militärgesetz am 18. Mai zur Abstimmung kommen. Es soll eine kleine Hightech Armee für Koalitions-Kriege werden, die an Nato-geführten Einsätzen in den neuen Protektoraten teilnehmen kann. Vor kurzem wurden bereits die ersten Schweizer Soldaten nach Afghanistan delegiert.

Alles läuft unter dem schönfärberischen Schlagwort der „Nato-Partnerschaft für den Frieden“(PfP). Dieses Nato-Programm bezweckt, die Länder auf einen späteren Nato-Beitritt vorzubereiten. Der Bundesrat hat diese Nato-Annäherung eigenmächtig unterschrieben und die FDP strebt schriftlich den Beitritt zur Nato bis zum Jahr 2007 an. Die Zeichen stehen an der Wand, man muss sie nur verstehen. Wussten Sie, dass die Nato seit 1999 vom Verteidigungsbündnis zum Angriffsbündnis geworden ist? Sie nimmt sich – gegen jedes Völkerrecht – heraus, auch Angriffskriege zu führen und zwar wenn nötig ohne UNO Mandat. Man spürt den US-Einfluss. Wussten Sie, dass die Nato seit letztem Jahr auf Drängen der USA jetzt 60'000 Mann für den weltweiten Kriegs-Einsatz zur Verfügung stellen muss? Das ist kein "Verteidigungsbündnis" mehr. In diesem Militärpakt wird die Armee XXI eingepasst. Sie ist völlig nato-kompatibel und kann für harte Einsätze in Protektoraten auf der ganzen Welt abkommandiert werden. „Partnerschaft für den Frieden“ PfP heisst eigentlich „Partnerschaft für den Krieg". Wir wollen nicht, dass unsere Kinder einmal mit der Nato, der Fremdenlegion Amerikas für dessen Weltherrschaftspläne den Kopf hinhalten !

Wir fordern eine bündnisfreie Armee

Knüpfen wir an die Schweizer Friedenstradition an, auf neutralem Boden zu Friedenskonferenzen einzuladen, mit Guten Diensten Konflikte zu entschärfen und das Vertrauen in die neutrale humanitäre Hilfe zu erhalten. Das Rote Kreuz, die mitmenschliche Hilfe und die Guten Dienste sind die Stärken unseres Landes und ein Beitrag zum Weltfrieden. Als Mitglied der Uno haben wir uns verpflichtet, der Uno Charta Nachachtung zu verschaffen. Die Menschenrechte und das Völkerrecht wurden als Rechte gesetzt, weil die Menschen nach unsäglichen Kämpfen den Willen aufbrachten, friedlichere Verhältnisse zu gestalten. Die friedenspolitische Konsequenz für die Armee heisst, dass diese nur zur Selbstverteidigung da sein darf. Niemals für ein aggressives Bündnis.

Stellen wir Frauen unsere Stimme den Grossmächten entgegen und sagen wir Nein zum Krieg und Nein zu einer Armee für ein Militärbündnis, dessen Mitglieder im Irak Krieg führen. Im gemeinsamen Tun haben wir die Kraft, den Kindern im Irak zu ihrem Recht zu verhelfen und so können wir unseren Kinder ersparen, irgendwo im Sand eines Protektorates für andere zu sterben.



Sorgen wir dafür, dass die Hoffnung auf Frieden nicht erlischt.


am 18. Mai 2x NEIN zum Militärgesetz und Zivilschutzgesetz

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Frauen Schweiz für Sicherheit und Frieden

Ursula Scheibler, Postfach 114, 8964 Rudolfstetten, PC60-78454-7 frauench1@bluewin.ch